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Veröffentlicht am 25. Februar 2020

Neuausrichtung der Infektiologie am Auguste-Viktoria-Klinikum

Versorgung infektiologischer Patientinnen und Patienten ist gesichert

Die Klinikleitung des Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums hat entschieden, die schon länger geplante Zusammenlegung zweier Stationen mit sofortiger Wirkung umzusetzen. Von ehemals zwei Stationen wird eine weiter betrieben. Diese und weitere Stationen stellen die fachgerechte Versorgung der Patientinnen und Patienten weiterhin sicher. Zudem steht das Angebot der infektiologischen Tagesklinik am Standort vollumfänglich zur Verfügung. Sowohl HIV-Patient*innen wie auch andere infektiologische Patient*innen werden am Auguste-Viktoria-Klinikum nach wie vor fachgerecht versorgt.

Die Infektiologie wird inhaltlich neu ausgerichtet und modernisiert

Die Infektiologie am Auguste-Viktoria-Klinikum - und Vivantes insgesamt - wird mit Blick auf weltweit zunehmende Antibiotikaresistenzen und multiresistente Keime neu ausgerichtet. Die Infektiologie des Auguste-Viktoria-Klinikums wird dabei künftig auch Aufgaben für das Vivantes Netzwerk als Ganzes übernehmen. Eine entsprechende Ausschreibung der Chefärzt*innenposition ist im Januar erfolgt, das Auswahlverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Vivantes steht in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte werden zeitnah gesondert über die künftige Neuausrichtung der Infektiologie am Auguste-Viktoria-Klinikum informiert.

Hintergrund: Das Behandlungsteam der Klinik für Infektiologie am Auguste-Viktoria-Klinikum unter der Leitung von Chefarzt Dr. Keikawus Arastéh hatte über lange Jahre große Expertise in der Behandlung von HIV-Patient*innen und damit eine Vorreiterstellung in Berlin etabliert. Über die Umstrukturierung der Infektiologie wurde am Standort bereits seit längerem kontrovers diskutiert. Einer der Gründe dafür ist, dass Dr. Arastéh Anfang 2021 in den Ruhestand gehen wird. Bereits ab Anfang April wird er nicht mehr im Unternehmen tätig sein.  Zuletzt hatten 11 Ärztinnen und Ärzte sowie 21 Pflegekräfte aus dem Bereich der Infektiologie ihre Kündigung eingereicht. Vivantes bedauert, dass es nicht zu einer gemeinsamen Lösung mit dem Team kommen konnte.