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Veröffentlicht am 21. August 2020

„Mega“-Zertifikat für Neuköllner Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Interdisziplinäre Behandlung vom Kindes- bis zum Seniorenalter

Man könnte es ein „Mega-Zertifikat“ nennen: Vier Fachgesellschaften haben im August 2020 insgesamt acht Fachkliniken sowie der Physiotherapie und Pflege des Vivantes Klinikum Neukölln die Zertifizierung als Kontinenz- und Beckenbodenzentrum verliehen.

Die Besonderheit des Neuköllner Kontinenz- und Beckenbodenzentrums: Alle Altersgruppen werden therapiert - Kinder beispielsweise mit nächtlichem Einnässen genauso wie Patientinnen und Patienten der Altersmedizin etwa mit Kontinenzproblemen.

Von Inkontinenz bis zu Unfallfolgen – überregionale Nachfrage

Die häufigsten Diagnosen sind Harn- und Stuhlinkontinenz, eine so genannte instabile Blase oder Folgeerkrankungen einer Krebstherapie. Auch Unfallfolgen des knöchernen Beckens werden in Konferenzen besprochen – eine bundesweite Besonderheit, auch weil so viele Fachkliniken beteiligt sind. 

Jeder Patientenfall wird gemeinsam besprochen

Priv.-Doz. Dr. med. Uwe Torsten, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Leiter des Zentrums: „Alle vierzehn Tage besprechen wir auf einer Beckenbodenkonferenz mit den acht Kooperationskliniken und der Physiotherapie interdisziplinär die Fälle unserer Patientinnen und Patienten. So legen wir gemeinsam die individuell beste Therapie fest.“

Konservative Therapien sind erste Wahl

Der operative Eingriff ist dabei stets die letzte Option der Behandlungskette. Der Schwerpunkt liegt auf konservativen Therapien. Auch überregional wenden sich Patientinnen und Patienten an das Zentrum, insgesamt zwischen 160 und 320 einzelne Fälle im Jahr.

Ärztinnen und Ärzte sind fachlich spezialisiert

Die Auszeichnung bescheinigt: Die Diagnostik und Therapie werden interdisziplinär für den und die Einzelne abgestimmt und verbindlich nach den nationalen Leitlinien durchgeführt. Das bedeutet auch, dass die Fachärztinnen und Fachärzte für die Zertifizierung spezielle Fachanforderungen aufweisen müssen, die sie jährlich nachweisen müssen.

Besondere Anforderungen auch an Pflege und Physiotherapie

Die Klinik für Gynäkologie erhält nun zum vierten Mal in Folge mit ihren Kooperationspartnern das Zertifikat nach den gemeinsamen Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Deutschen Gesellschaft für Urologie, der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Beteiligt sind neben der Klinik für Gynäkologie die Klinik für Neurologie, die Klinik für Unfallchirurgie, die Klinik für Chirurgie, die Klinik für Urologie, die Klinik für Neurochirurgie, die Klinik für Radiologie und interventionelle Therapie und die Klinik für Kinder und Jugendmedizin mit dem Zentrum für Sozialpädiatrie und Neuropädiatrie sowie die Pflege und die Physiotherapie.